Wonderful Myanmar

30April
2013

ein paar fotos

Sonnenuntergang in Nyaug Shwe Burmesische Frittenbude Mein Zimmer Mein Zimmer Traumhafter Inle Lake Im Bamboo Monastry Anne auf dem Radel Zeitvertreib auf burmesisch

26April
2013

Ein Lebenszeichen

Seit einem Monat habe ich nicht mehr geschrieben, weil ich zugegebnermassen einfach faul war...:)

Ich habe ein paar Tage im Krankenhaus verbracht, wo ich das Vergnuegen hatte, mit Geckos und Kakerlaken ein Zimmer zu teilen. Ich war keine Sekunde alleine. Alle Priester aus dem Dorf kamen und beteten um meinem Bett, als waer ich schon tot. Die Mutter einer Schuelerin richtete das Zimmer vollstaendig mit Bambusmatten, Kissen, Decken und Kochstelle ein und so blieben Thuzar und Susu staendig (Tag und Nacht) um mich herum. Das Gefuehl ist trotzdem seltsam, wenn du untersucht wirsrt und drei burmesische Aertzte auf deine weisse Haut starren, als waerst du ein Alien. Dabei hatte ich nur einen Hitzschlag :)

Danach ging es auch gleich weiter auf Reisen. Hier ist im April naemlich das beruehmte "Waterfestival", das Neujahrsfest in Myanmar, was mit einer viertaegigen Wasserschlacht im ganzen Land ausgibig gefeiert wurde. Dafuer gab es ganze 12 Tage Ferien.

Filipe und ich reisten zum traumhaften Inle Lake. Dieser liegt im Shan State. Das Klima dort ist angenehm im Vergleich zu Bagan. Morgens uns Abends ist es kuehl und unter Tags wird es um die 40 Grad. Wir machten eine Bootstour, sahen ganze Doerfer auf Stelzen, schwimmende Gaerten, Fischer, die in ihren schmalen Holzbooten mit einer bestimmte Technik auf Fang gehen: Sie umschlingen den Padel mit einem Bein und haben so beide Haende zum Fischen frei. Wir kauften jede Menge Souvenirs und trafen eine Gruppe sehr sehr netter Touristen, mit denen wir die Wasserschlacht celebrierten.

Das ist unglaublich verrueckt. An jeder Strassenece stehen Jugendliche und Kinder mit Wasserschlauchen, Kuebeln voller Wasser e.c.t. und machen einfach alles und jeden nass. Ohne Ruecksicht auf Verluste. Ganze Busse werden durchnaesst, wenn die Fester nicht geschlossen snd. Pick Ups, Motorraeder, Fussgaenger und ganz besonders natuerlich: Touristen. Mit Rucksaecken und kameras. Alles was nicht wasserdicht ist, hat verloren. Man muss aufpassen. Ganze drei Tage lang war ich nie trocken, bis auf nachts.Es war eine sehr sehr ausgelassene und froehliche Zeit.

Wir uebernachteten umsonst in einem sehr schoenen Hotel. Die Besitzerin hatte ein behindertes Kind am BLC, um das ich mich kuemmerte. Ich entwickelte einen Lehrplan, organisierte eine Gymnastikball und schaffte ihm hythmitisierte Unterrichtseinheiten. Schade ist nur, dass man eben niemals in so kurzer Zeit etwas bewirken kann. Die Mutter spricht super englisch und fliessend franzoesisch. Sie war eine der wenigen, die ein Jahr in Paris verbringen konnten. Als wir sie zum essen einluden, bekamen wir in einem sehr guten, langen Gespraech einen tiefen Eindruck in die Gedanken der Bevoelkerung:

Noch immer wird der Regierung misstraut. Es ist ja auch schwer, einem Ex General, der ueber Jahrzehnte die Menschen unterdrueckte, Vertrauen zu schenken. Sie erzaehlte uns ihre traurige Geschichte, die ich hier aber nicht erwaehnen moechte. Ich war so gebannt...Das Gepraech loeste so Vieles in mir aus!!! Es hat meine Sichtweise auf Vieles geaendert. Was diese menschen erleiden mussten. Zuerst die Unterdrueckung der Briten, dann Sozialismus und am Ende eine brutale Militaerdiktatur. Die menschen WISSEN einfach nicht, was genau Demokratie bedeutet. Sie wissen nicht, WAS sich aendern muss. Sie wissen nur DASS sich etwas aendern muss. Sie sind aber hilflos, weil ihnen die Bildung fehlt. Und sie sind dennoch nicht verbittert. Sie mussten ueber Jahrzehnte so viel einfach hinnehmen, erdulden und noch immer GEBEN sie. Und geben und geben und geben. Sie sind so unglaublich freundlich und genuegsam. Bescheiden und doch so hilflos.

Nach einer tollen Woche am Inle lake sind wir jetzt zurueck in Bagan und es ist heisser als je zuvor. Es ist sehr sehr anstrengend bei rund 50 Grad zu unterrichten, der Pool ist eine Badewanne und man muss wirklich aufpassen, dass man nicht wieder einen Hitzeschlag bekommt. Ich habe keine Klimaanlage in meinem Raum, wache jeden Morgen schweissgebadet auf und kann oft auch gar nicht mehr schlafen. Jeder Schritt ist eine Ueberwindung. Und dennoch. ich liebe die Kinder so sehr und freue mich so unglaublich, jedes Mal wenn ich sie sehe.

Ich habe auch einen sehr netten Moench kennengelernt, mit dem ich ab und zu etwas unternehme. Das Schwierige ist nur, dass jeder Besuch in seinem Kloster verbunden mit einer Radeltour ueber 4 Meilen ist....Ich geniesse meine letzten tage hier sehr sehr und werde schon etwas melancholisch, wo doch meine letzte Woche hier bald beginnt.

Doch danach geht es nach Thailand und darauf freue ich mich enorm.

Wer bist zum Schluss gelesen hat, ist jetzt wieder auf dem Laufenden.

Zum Schluss noch ein kleiner Zungenbrecher:

How much wood would a woodchuck chuck, if a woodchuck would chuck wood???

:) Bis bald Annemarie

01April
2013

Ostern in Myanmar

Gestern war Ostersonntag und wohl einer der unglaublichsten Tage hier in Myanmar. Fuer mich war es schon eine Umstellung, Ostern so weit weg von den Verwandten und der Familie zu verbringen. Um elf wachte ich auf und rannte gegen die heisse Wand. Anstatt des gewohnten und geliebten und heiss ersehnten Osterfruehstuck mit der Familie (immer ueber zwei Stunden) fruehstueckten Filipe und ich typisch Myanmar im Vorhof unseres Guesthouses. Pappmarmelade, Toast und Samusa (gefuellte Teigtaschen). Irgendwann beschlossen wir der mangelnden Osterstimmung zu trotzen und veranstalteten eine Art "Egghunt", nur hne eggs und ohne schokolade. Ich versteckte Filipe Tamarind Flakes (eine typische Suessigkeit in Myanmar aus der Rinde des Tamarinbaums)  ueberall im Guesthouse. Er tat das Gleiche fuer mich bloss viel gemeiner (das letzte Paeckchen versteckte er in seiner Hose) haha. Es war total surreal und skurril aber irgendwie witzig.

Wir verbrachten drei Stunden am Pool, wo wir Belinda und Teresa verabschiedeten. Es fuehlt sich komisch an, dass sie gehen, denn sie waren von Anfang an dabei und sind irgendwie Freunde geworden. Ich werden die taeglichen Gespraeche am Pool vermissen.

Um fuenf Uhr machten wir uns auf den Weg in die Kirche..."Kirche". In Zentral Myanmar sind Kirchen verboten, deshalb feiern die Christen hier in Privathausern. In so einem waren wir. Es gehoerte dem Vatereiner Nursery Lehrerin unserer Schule. Wir wurden soooo herzlich aufgenommen. Eine Phillipinsche Missionarin predigte fast zwei Stunden lang. Es langweilte aber keineswegs. Es glich eher einer Geschichten erzaehl Runde. Auch wenn Filipe und ich nicht in allen Dingen mit ihr einig waren, fuehlte ich trotzdem an einigen Stellen Gaensehaut: Da bin ich so weit weg von zuhause, in einem vollkommen fremden Land, fern von Alltag und Familie und die Predigerin erzaehklt von dem Schluesel Gottes, der Tueren oeffnet, die niemand wieder schliessen kann und Tueren schliesst, die keiner vermag zu oeffnen. Welche Tuer soll ich waehlen?? Was ist die richtige Entscheidung?? Wer kann das schon wissen??? Gott weiss es und oeffnet die richtigen Tueren.. Das einzige was ich tun muss ist ihm vertrauen und ohne zurueckzublicken einen Schritt nach dem anderen setzen. Ohne Abkuerzung.

Nach der Predigt standen alle auf, eine Guitarre wurde herausgekramt und es wurden Gospel gesungen. Ich kann kaum in Worte fassen, was ich in dem Moment fuehlte. Die tanzenden, gluecklichen Menschen, die mit geschlossenen Augen, laut und voller Leidenschaft siingen, die sich umarmen und uns in ihre Gesellschaft aufnehmen, als waeren wir ihre Familie, ohne uns auch nur einmal gesehen zu haben. Sollte nicht Glaube immer so sein?? Ich fuehlte so viel, ich haette weinen udn lachen koennen. Doch auch ich schloss meine Augen und liess mich treiben, von einem Augenblick, den ich niemals vergessen werde!! Ich war einfach nur unendlich dankbar! Was fuer ein emotionaler Moment. Einzelne Menschen kamen nach vorne und sangen Arm in Arm etwas vor. Auc ich sang gemeinsam mit Thuzar (der Nursery  Lehrerin) ein Lied vor.

Anschliessend gab es Essen. Typisch Myanmar....Es war grandios. Spaeter goennten Filipe und ichuns Nachtisch!!!! Im Ersatz fuer die Ostereier. Die Stimmung war melancholisch. Jeder dachte an seine Familie, an vergangenes und tortzdem war es fantastisch!

Mit einem Bier in der Hand sprangen wir nachts in den Pool!!!! Bis um ein Uhr Nachts sassen wir in seinem Zimmer, sahen uns Fotos der vergangenen Woche an und einen super Film!

Der Tag war ein Traum! Osterstimmung kehrte ein. Ein Ostern , wie ich es noch nie erlebt habe...Ein Ostern, was ich nie vergessen werde!

FROHE OSTERN!!!

27März
2013

Ein Schulausflug

Die Sonne geht auf ueber Bagan und die Pagoden leuchtem in genau diesem traumhaften Rot, was eden Besucher hier so sehr verzaubert. Bereits gestern haben Filipe und ich mit einem (oder zwei) kuehlen Bier den Sonnenuntergang auf einer Pagode genossen. Die Sonne wechselte die Farbe, das Licht wurde dunkelrot, bis die Sonne im Dunst verschwand und an statt Ihrer der volle, orangene Mond erschien. Auch heute morgen genoss ich die mysthische ruhige Stimmung an diesem heiligen Ort. Anschliessend fuhren Filipe und ich mit dem Rad zur Schule. Dort warteten schon drei....PICK UPS auf uns. Insgesamt an die siebzig Schueler sollte heute zuerst nach Saley zu einem alten Holzkloster und anschliessend (schon wieder!!!) zum Mt. Popa fahren.

Das Ereignis des Tages waren nicht die Sehenswuerdigkeiten (die mich eher nicht beeindruckten), sondern die Fahrten dorthin. Auf der ersten Fahrt durften Filipe und ich auf dem Dach des Pick ups fahren. Es war zwar noch frueh aber die Hitze kuendigte sich langsam an. Der Wind brachte im Nullkommanix meine Haare durcheinander. Ein Gemisch aus Staub, Sonne, Schweiss und Wind (und etwas Sonnencreme) klebte nach ein paar Minuten ueberall. Die Ohren schlackerten mit den lutigen Kleidern im Takt und die Bambusleisten, auf denen wir sassen stachen Spreisel durch die duenne Hose in meine Haut. Ich flog durch die Luft. Nur ein kleines Gelaender hilt mich auf dem Dach. Ich fuehlte mich so frei!!! All die Palmen, der Sand...Irgendwann wurde die Landschaft wuestenaehnlich!

Auf dem Rueckweg vom Holzkloster sassen wir im Pick up. Dicht gedraengt zwischen ca. schwitzenden Maedchen, eng zusammengekauert. Die Wand des schwarzen Pick ups drueckte gegen meinen Ruecken wie eine Herdplatte. Ich dachte irgendwann an nichts mehr. Mir war schwindelig, ich sah die Landschaft vorbeirasen, entgegenkommende Busse, die uns benahe mitnahmen und der Schweiss tropfte einfach die Brust hinab. Nach einer gefuehlten Ewigkeit in diesem bedrueckenden Menschenmeer kamen wir am Mount Popa an, der diesmal sehr klar sichtbar vor uns thronte. Ich sammelte mich ein paar Minuten, dann assen wir gemeinsam mit unseren Schuelern in einem Restaurant. Ihr koennt euch nicht vorstellen, was so eine eiskalte Cola fuer mich in diesem Moment bedeutete. Sie war der Himmel auf Erden.

Ich verzichtete auf die 777 Stufen und ging stattdessen mit Einheimischen "Shoppen" Ich bin um ein Geldbeutel, ein Armband und zwei Tuecher reicher und um 10 Euro aermer... Trotzdem moechte ich nichts missen.

Auf dem lang ersehtnen Rueckweg sassen Filipe und ich gaaanz hinten am Rand des Pick Us. Wir streckten unsere beine in die Luft und schauten in die untergehnde Sonne. Es war im Vergleich die angenehmste Position des Tages.

Im BLC angekommen wollte ich dringend den Kontakt mit meiner Familie und Jan. Doch es erwartete mich eine Nachricht, die ich erst verdauen muss: Jan wird ab September nach Estland gehen...Fuer ein halbes Jahr. Na klar kam das Heimweh. Die Medigkeit zehrte an Filipes und meinen Nerven. Wir assen wortkarg eine Kleinigkeit, dann ging jeder getrennte Wege.
Ich fand keine Ruhe. Gedanken, Gefuehle und Bilder kreisten in meinem Kopf und tun es noch immer. Ich verliess getgen zehn noch einmal mein Zimmer und radelte mit meinen Boxen zum Pool. Ich tanzte eine halbe Stunde zu meiner Lieblingsmusik, vertieft in mich und was mich bewegte. Nach eine halben Stunde liess ich mich erschoepft ins Wasser fallen.

Die Nacht schlief ich schlecht. Und auch heute fuehle ich mich komisch. Irgendwie muessen wir uns sammeln und als Team arbeiten. Ob das klappt, ist momentan so offen, wie noch nie. Es gilt, Ozeane zu ueberwinden.

Mal sehen, wie das weitergeht....

25März
2013

Schoen wieder ein Ueberraschungswochenende

Es ist mal wieder Wochenende und das bedeutet, dass man nicht weiss, was auf einen zukommet. Eigentlich wollte ich mich am Samstag morgen mit Locals treffen und radeln gehen. Der Plan wurde dann mit einer kleinen gekrizelten Nachricht von Juergen durchkreuzt, der uns auf eine "Vier-Pagoden-Pilgerreise" mitnehmen wollte. Dazu mussten wir aber um fuenf Uhr aufstehen. Er verspaetete sich wie immer, was aergerlich war, denn die Stunde Schlaf haette ich echt gebraucht nach dem gemuetliche Freitag abend im Backpackerresataurant mit einer netten Gruppe von Leuten.

Nichts desto trotz wurden wir von einem Pick Up abgeholt und erstmal bei Sonnenaufgang nach Bagan gebracht. Ein Pcik Up ist ein starker Motor mit Ladeflaeche, die in Deutschland zum Warentransport verwendet wird. Hier in Myanmar werden hunderte Menschen auf einmal damit transportiert. Ein paar sitzen auf dem Dach, innen ist es rappelvoll und hinten dran haengen sich noch Menschen mit Fahrraedern. So ein Ding brachte uns zu einem Ort, wo wir typisch Myanmar fruehstueckten. Diesmal war es gar nicht mal so schlecht. Es gab suessen Tee und eine Mischung aus Milchbroetchen und Hefezopf...aber natuerlich: alles frittiert ;-)

Dann ging es mit einem Oldtimer(!!!) zur suedlichsten Pagode, die das Feld bestehend aus ueber 2000 Pagoden einrahmt. Von dort aus fuhr uns ein Auot zur oestlichsten Pagode auf einem Berg. Wir erklammen barfuss den Tempel, genossen die Aufgehende Sonne und wanderten wieder hinunter, wo ein Fahrrad auf uns wartete, womit wir zum noerdlichsten Punkt gelangten. Spaetestens ab da wurde es echt anstrengend!! Es wurde heiss und ein weiterer ruckeliger Pick Up brachte uns zum Strand, wo ein Boot wartete. Zum Glueck gab es auf der halbstuendigen Bootsfahrt kuehle Getraenke.

Noch ein Pick Up fuhr durch die Sandstrassen in die Berglandschaft zur letzten, westlichsten Pagode. Inzwischen war es unertraeglich heiss und der Staub sass ueberall: In den Augen, der Nase, im Rachen, der Kehle, in den Klamotten und an den Fuessen sowieso. Wir nahmen den gleichen Weg zurueck und tranken einen Lime Soda in Juergens wunderschoenem Garten.

Danach war ich ungefaehr tot....Selbst abends im Bibo (eines meiner Lieblingsrestaurants) konnte ich nicht viel essen. Wir trafen dort auch Belinda und Teresa, tranken ein Coctail und verschwanden frueh ins Bett.

Am Sionntag hatte ich Fieber. Es war einfach zu viel gewesen am Tag davor. Trotzdem quaelte ich mich auf die Eroeffnung von Juergens erster Boarding School. Sie ist in Nyang U und heisst "Ferdis Home" Sie ist fuer diese Verhaeltnisse hier echt traumhaft schoen. Sogar mit Balkon. Es gab eine kleine Andacht, was gut tat. Eine Abwechslung zu den Moenchsgesaengen und Klostern. Auch wenn dder Uebersetzer mehr schlecht als recht war: "Wisdom of god....gives...wisdom and knowledge...wisdom....wisdom...wisdom..." haha. Danach verschwand ich im Bett und lag im Schatten am Pool. Filipe und ich nutzten die Zeit zum kennenlernen...Wir brauchen allerdings noch mehr Zeit!!!. Abends wurden wir grosszuegiger Weise ein letztes Mal von Juergen im Beach eingeladen, bevor er Myanmar (heute) verlaesst.

Allerdings fuehrte ich heute eine aeltere Senioren Touristengruppe (mein Fachgebiet haha) aus  Deutschland in der Schule herm. Diese organisierten ein Taxi, wwas uns jetzt gleich in ein schoenes Restaurant bringt und laden uns herzlich ein....In myanmar passieren seltsame Dinge...Trotzdem nahm ich dankend an...

Die naechsten Tage sind frei (Vollmond Feiertag ohne Vollmond haha) und dann ist auch schon Ostern. Ich muss wirklich Acht geben, dass das nicht vollkommen an mir vorbei rasselt. Euch allen aber is dahin ein schoenes Osterfest!! Und ein Dank fuer das fleissige Lesen und die lieben Kommentare (auch ueber Facebook) Das zeigt mir, dass ich das nicht umsonst mache...

Bis Bald, Anne

22März
2013

Ein compagnon

Es ist mal wieder Freitag und ich weiss nicht genau, wwas das Wochenende so bereit haelt. Gestern kam Filipe, der zweite Volunteer in Myanmar an, waehrend ich gerade in meinem Lieblingsrestaurant mit ein paar Backpackern und ein paar Flaschen vom guten Myanmar Bier in politischen Diskussionen und tiefgruendigen Philosophien versackte.

Ich lernte ihn heute Morgen kennen. Er ist gar nicht blond, wie erwartet, sondern Halbportugiese, riesengross und braungebrannt ;-)

Momentan ist er mit den vielen, tausenden Eindruecken komplett ueberfordert und das jetlag zehrt an seinen Nerven. Der Pool bot ihm da eine optimale Rueckzuggelegenheit. Nichts desto weniger stuerzte er sich heute sofort in den ganzen Schulalltag. Jetzt brauchen wir beide eine Abkuehlung, bevor wir uns zu viert mit zwei echt echt lieben Backpackern (ein Maedchen aus Barcelona und ein Kerl aus Schweden) im "Weatherspoon" treffen.

Vielleicht radeln wir morgen mit ein paar Locals durch die Gegend, vielleicht aber, lauft alles auch ganz anders. Wir beide muessen jetzt lernen, mit der neuen Situation umzugehen. Auch fuer mich ist das eine Umstellung von meinem unabhaengiigen Dasein. Aber ich bin aufgeregt auf das, was kommt und freue mich, in Filipe einen durchaus netten, interessanten Gefaehrten gefunden zu haben.

 

Bis Bald!!!

18März
2013

Was fuer ein Wochenende

Samstag:

Samstag war wie Weihnachten fuer mich. Ich erwachte frueh und war von Teacher Margret zu einem echten Fruehstueck eingeladen. Es gab Kaffee, ein SPIEGELEI (!!!), Toast und Fruechte. Thura Tow war auch dabei. Es war schon morgens ueber dreissig Grad. Tura schlug vor, zum Thante Hotel zu fahren und die Besitzerin, die frueher einmal Lehrerin am BLC war zu fragen, ob ich ihren Pool benutzen duerfe...Wie traumhaft das waere. Also fuhr ich sofort hin, machte mir jedoch nich all zu viele Hoffnungen. Entgegen aller Erwartungen war die Besitzerin suuper nett und erlaubte mir, ihren Pool zu nutzen, wann immer ich will. Ich glaube, ich war noch nie sooo gluecklich ueber das kuehle Nass. Den halben Tag verbrachte ich dort, und obwohl ich meistens im Schatten lag wurde ich sprichwoertlich "getoasted" Ich glaube ich hatte noch nie einen derartigen Sonnenbrand. Die Sonne ist sehr sehr aggressiv hier. Ich verbrachte den Nachmittag mit Schreiben, lesen, Musik heren und Eisessen. Abends war ich von der Stiftung "Life" zum Essen im "The Beach" eingeladen. Das Essen mit ueber zwanzig Personen fand aber nicht im Restaurant statt: Ein ausgelegter Teppich, der beidseitig von Lampions und Fackeln beleuchtet war fuehrte auf eine riesiege Sandbank mitten auf dem Fluss. Es war einfach nur traumhaft. Barfus sassen wir im Kerzenlicht an diesem Strand und ich genoss nicht nur ein super leckeres vier Gaenge Menue sondern auch die Anwesenheit von wirklich sehr interessanten Menschen. Kim zum Beispiel. Sie ist eine 50 Jaehrige Burmesin, die im Studentenprogramm der Sttiftung Life arbeitet. Sie ist zustaendig fuer jeden Stipendiaten und kuemmert sich in jeglicher Art um sie. Sowohl als Mentorin, Beraterin und Freundin, als auch als Koordinatorin, Finanzchefin und Studienberatung. Sie ist supernett und wir redeten stundenlang. Im April moechte sie mir eine besondere Studentin vorstellen. Ich freue mich, in Kontakt mit ihr zu bleiben.Dieser Tag war also ein einziger Traum!!!

Gestern fuhr ich mit den zwei aelteren Voluntaerinnen Belinda und Theresa aus London zum Mount Popa. Zusammen mit unserem Guide und seiner Familie erklommen wir die ueber 700 Stufen zu diesem mystischen, heiligen Ort. Auf dem Weg nach oben kamen wir an Duzenden Raeumen der Okulte vorbei. Diese Raeume sollen den Or vor Dunkelheit und allem Boesen bewahren (allerdings nur mithilfe reicher Donations...:-))

Mount Popa ist das Zuhause der 36 Naturgeister: Der Nats. Frueher gab es tausende dieser Nats, aber als das Regime saemtliche anderen Glabensrichungen verbot wurde die Zahl auf 36 beschraenkt. Vorallem eine Seele ist Syymbol fuer Mount Popa: Mel Wanna. Sie gehoerte einst zur Koenigsfamilie des Mon-Staats im Sueden von Myanmar. Als dort Krieg ausbracht wurde die Familie nach Bagan gebracht. Dort wurde sie aufgrung ihrer aussergewoehnlichen Schoenheit stark umworben. Ihr gefiel das aber nicht. Sie wollte ihr Leben lang einsam auf den Mann warten, der sie nicht nur wegen ihres Aussehens liebt, sondern wegen ihres Herzens. Deshlab wanderte sie in das verlassene Gebiet um den ehemaligen Vulkan. Drt wartete sie also. Eines Tages schien dieser Mann tatsaechlich zu erscheinen. Sie heirateten und sie gebar zwei Soehne. Sie lebten gluecklich, bis Krieg ausbrach und ihr Mann mit seinen Soehnen in den Krieg an die Front zog. Sie verlor alle drei. Daraufhin lebte sie einsam bis ans Ende ihrer Tage und starb an einem gebrochenen Herzen.Ihre Seele wurde zum Nat und lebt bis heute dort, am Munt Popa.

Barfuss machten wir uns auf den Weg nach oben. Viele wilde Affen waren unsere staendigen Begleiter. Sie warteten nur darauf, etwas in die Finger zu kriegen.

Oben angekommen gab es gar nicht sonderlich viel zu sehen: Goldene Tempelgebilde und ein Blick in die Diesige, ausgetrocknete Ebene. Trotzdem waren wir stolz auf unserenn Marsch. Die damen luden mich netterweise auf einen reichhaltigen Lunch ein. Ich trank Ananassaft. Ich werde ihr vermissen, wenn ich wieder in Deutschland bin.

Der Rest des Tages verstrich einfach. Ich ass, trank, schrieb...und ich leihte mir eine Guitarre, die sofort im Guesthouse zur Geltung kam. Ich traf einen netten Kanadier, der den ganzen Abend mit mir musizierte. In der Nacht kuendigte sich ein Magen Unwohlsein an, das sich zwar in Grenzen halt aber das Unterrichten bei sage und schreibe 50 Grad nicht einfacher macht. ...........Und der Tag ist noch jung...

 

Ps: Ab jetzt kann man auch kommentieren ;-)

14März
2013

Mein Alltag in Nyaung U

Ein grosser Teil meines Lebens findet in dem Bagan Language Center statt. Jeden Morgen klingelt mein Wecker zwischen halb sieben und halb acht. Je nachdem, wie sher es mich in den noch kuehlen Morgen zieht. Ich lebe seit gestern wieder in einem Einzelzimmer, allerdings mit komfortablerem Doppelbett. Ich muss mir mein Bad mit anderen Bwohnern teilen. Das Badezimmer ist fuer westliche Verhaeltnisse eine Katastroph: So etwas wie eine Duschwanne, oder eine Badewann existiert nicht. Ein Duschkopf in der Mitte des Badezimmers spendet nur gaaanz heisses Wasser Ein Gartenschlauch auf Kniehoehe spendet nur kaltes Wasser. Also bleibt mir nichts anderes uebrig, als mich kopfueber gebeugt abzuspritzenn. So dusche ich jeden Morgen. Ich geniesse die Erfrischung.

Mein Fruehstueck ist entweder tupisch fuer Myanmar: Irgendetwas sehr sehr oeliges, frittiertes mit Kichererbsen oder Ziebeln. Morgens aber kaum geniessbar, oder viel zu suesses Toast mit viiiiiel zu suesser Erdbeermarmelade. Ab und zu gibt es Obst, welches ich mir dann auf das Brot schnipple. Den viiiiel viiiel viiiel  zu suessen Nestle Cafe muss ich nicht erwaehnen ;-)

Dann geht es auch schon mit dem Fahrrad zur Schule. Von acht is elf unterrichte ich drei Klassen hintereinander. Manchmal uebernehme ich noch eine bisum halb zwoelf, ansonsten gehe ich in Mittagspause. Ich lese, esse Fruechte in der Baeckerei, trinke Unmengen Wasser und schlafe.

Gegen halb zwei radle ich wieder in die Schule und unterrichte meine Lieblingsklassen (die kleinen) bis um fuenf. Danach chatte, skype oder blogge ich eist bis sechs um dann alleine in die sogenannte "Restaurant Street" zu radeln. Es gibt eine Riesen Restaurant auswahl. Alle wunderschoen, teilweise Gartenrestaurants, mit Lampions, Kerzen und entspannter Musik. Dort geniesse ich die fantastischen Lassis (Yogurt, Fruchtgetraenke) und esse Reiscurries und ab und zu Muesli (!!!!!) oder Pancakes. Bisher geb es  nur einen einzigen Tag an dem ich alleine gegessen habe.Ich treffe jeden Abend andere nette Leute, teilweise Backpacker, teilweise Ehepaare. Meistens sitzen wir so zwei Tage in einer jungen Gruppe zusammen, und verabreden uns zum Sunset an den Pagoden.

Es ist eine tolle Erfahrung, sooo Viele unterschiedliche Reisende kennenzulernen. Das bereichert enorm.

Gegen halb neun bin ich meistens wieder in eine "View-Point-Guesthouse". Manchmal unterrichte ich SUSU (ihren Eltern gehoert das Guesthouse. Sie ist eine meiner Schuelerinnen) deutsch, da sie unbedingt nach Deutschlandwill. Meistens verquatschen wir uns dann noch. Um zehn schlafe ich tief uns fest!!! Ich traume von Familie, Jan und dem kommenden Tag.

10März
2013

Das Land und der Rest der Welt

Wiedereinmal holte mich Juergen gestern ab und gemeinsam mit meinen Vorgaenger Voltaeren und deren Eltern gingen wir auf "Fundraising Tour". Juergen zeigte uns zwei seine 35 Schulen. Eine soll am 15. eingeweiht werden. Ich freue mich sehr, dabei sein zu duerfen. Unterwegs nach Mount Popa, einer Touristenattraktion, fuhren wir an der Gaspipeline vorbei, die die Chinesen seit Jahren baue. Die Pipeline verlauft ueber mehr als 2000 Kilometer durch das ganze Land und schafft wertvolle Rohstoffe nach China. Letzte Woche brachte Juergen das ZDF genau an diesen Platz. Damals wurden sie nach ein paar Minuten heftig von Chinesen verscheucht. Als wir gestern dort ankamen, war eine solide Sichtschutzmauer um die Bauarbeiten aufgebaut. Geheimniskraemerei um ein nicht ganz unumstrittenes Thema in Myanmar. Generell sind die Chinesen bei den Einheimischen nicht beliebt. Ueber den Grund lohnt es sich, nachzudenken...

Juergens Schulen befinden sich fast ausschliesslich in Doerfern ohne Elektrizitaet. Einheimische muessen im Monat ca. 3000 Kyat (umgerechnet 3 Euro) fuer Kerzen ausgeben. Das ist eine Menge wenn an bedenkt dass der Standartlohn der StrassenarbeiterINNEN (ausschliesslich Frauen, die sich in der Hitze und in dem Staub mit schwersten Steinen abmuehen) 2 Euro am Tag betraegt. Juergen hatteeine gute Idee. Er fuehrte Solarlampen ein. ၤၤၤၤၤၤၤၤၤၤ့Fuer umgerechnet ein Euro pro Monat laesst er sie "mieten". Mit den Einnahmen finanziert er die Lehrer an der lokalen Schule. Mit 200 Solarlampen bezahlt er fast drei Lehrstellen.Noch dazu ist es sicherer, effektiver und nachhaltiger.

Mount Popa ist ein ehealiger Vulkan, auf dem ein riesige Kloster steht. Wannaners werde ich ihn erklimmen. Gestern war zu heiss.

Meine Schueler sind durchweg begeistert von dem Tourismus. Sie wissen genau, dass inicht jeder Tourismus dem Land und den Leuiten guttut. Doch wenn man umsichtig reist und sein Geld bewusst verteilt, das wissen sie, wird ihnen in Zukunft die Tuer zu einer guten Bildung und zu besseren Jobchancen offen stehen.

Kritisch beobachte ich andere Touristen, die dem Land teilweise respektlos, teilweise bewusst mit geschlossenen Augen begegnen. Immer mehr kommen hier westliche Einfluesse des Koerperkults und der Pornograpfie zur Geltung , was zu (immer noch sltenen, aber unnoetigen) Uebergriffen an Touristinnen fuehrt.

Juergen erzaehlte viel ueber das Land vor 2010 und beleuchtet auch den Bhuddismus von beiden Seiten. Die reicheOberschicht traegt ihr Geld in die Kloester und erhofft sich Bhuddas Wohlgefallen. An die (groesstenteils wirklich sehr) arme Bevoelkerung wird auch von den Einheimischen nicht gedacht. Auch der unverantwortungsvolle Umgang mit Plastik und Muell generell wird zunehmend zu einem Problem werden.

 

Es bleibt abzuwarten, was sich tut.

08März
2013

Mein Mittwoch

 

Ich hatte verschlafen. Um halb sieben holte uns der Gruender der "Myanmar Foundation" Juergen von Jordan mit seinem Local Manager "MOMO"  im Guesthouse ab. Wir fuhren in eine fuer Auslaender unzugaengliche Gegend. Ich hatte noch nie zuvor Myanmar in der Morgensonne gesaehen. Diese wunderrschoene, immernoch gruene Landschaft aus Tabakfeldern und Palmen. Ich sah den trockenen Irrawady Fluss. Und dann wurde die Strasse zu einem Sandweg.

Momo fuehr uns durch Doerfer, die fuer westliche Augen unfassbar erscheinen. Reine Bambushuetten. Keine Elektizitaet, keine Wasserversorgung. Ziegen und Ochsen vor jeder Huette. So arm und historisch, dass man es kaum glauben kann. Die Einheimischen hatten noch nie zuvor einen "Weissen" gesehen.

Irgendwann kamen wir an einem Kloster an. Es sollte in einer festlichen, religioesen Zeremoie eroeffnet werden. Weil Herr v. Jordan dafuer spendete, waren wir Ehrengaeste. Wir speisten um einen runden Tisch traditionelles Essen und vo allen Seiten wurden wir neugierig betrachtet.

Anschliessend wohnten wir der froehlichen Zeremonie bei: Die Kuppel er neuen Pagode wurde ueber Bambusgestelle festmontiert. Anschliessend warfen Menschen von der Kuppel, Geld, das sogenannte "lucky money" und Bonbons. Es gab ein heilloses Durcheinander.

Schnell bildete sich ein Krteis um uns weisse Maedchen. Zaghaft trauten sich einige Frauen, unsere Haut zu beruehren. Sie waren so aufgeregt. Ich fuehlte mich ein bisschen wie im Streichezooo. Gleichzeitig kamen aber soo viele Frauen zu mir: "beautiful beautiful" Das war, was sie sagen konnten.

Nach viel Reis, den wir gemeinsam mit den Moenchen assen machten wir uns auf den Heimweg.

 

Was fuer eine wundervoll Erfahrung.

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